London: Please mind the gap!

Zu Pfingsten habe ich mir dieses Jahr ein ganz besonderes Reiseziel ausgesucht: London. Eine Stadt die mich schon immer gereizt hat und auch verdient auf meiner Bucketlist steht. Während dieser 3-tägigen Städtereise konnten ich gemeinsam mit meiner Freundin viel sehen und erleben. Hier sind meine Reisehighlights und ein paar Tipps & Tricks für alle die ebenfalls das Herz des britischen Empires besuchen wollen.

Anreise und Unterkunft

Mit Handgepäck ging es am Samstag Abend ab Leipzig mit Ryanair nach London-Stansted. FunFact #1 Engländer klatschen nicht im Flugzeug! Ab Stansted ging es dann mit dem Easybus eine Stunde lang, AUF DER LINKEN SPUR, in Richtung London City, mitten durch das Londoner Partyvolk. Nach einer kurzen Nachtwanderung haben wir unser Hostel – das Clink 78 – erreicht und konnten unser 4-Bettzimmer beziehen. Es war eng, aber das war uns bewusst bei diesem ehemaligen Gefängnis!

Tag 1: Unterwegs in London

Damit wir möglich viel in kurzer Zeit sehen hatte ich mich schon vorher über die besten Sehenswürdigkeiten informiert und deshalb hieß es am Sonntagmorgen ab ins Getümmel. Unsere erste Station war King’s Cross, der berühmte Bahnhof aus den Harry-Potter-Filmen. FunFact #2 Das Gleis 9 3/4 ist nicht zwischen Gleis 9 und 10! Sondern in der Eingangshalle, damit die Touristen kein Zugticket lösen müssen. Ein Foto gegen Geld ist hier möglich. Um in London bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, haben wir uns anschließend eine Oystercard besorgt, welche das bargeldlose bezahlen ermöglicht. Einfach auflegen und mitfahren. Bei unserer ersten U-Bahn-Fahrt hörten wir dann den einprägsamsten Satz unserer Reise: „Please mind the gap between the train and the platform“. Unser erstes Ziel war der Buckingham-Palast und die Wachablösung, wo wir schnell feststellen mussten, dass bei dieser Touristenmasse kein Durchkommen ist. Allerdings haben wir an der gehissten Flagge erkannt, dass die Queen im Haus war. Als nächstes stand das Victoria & Albert Museum und das National History Museum auf der Liste. Zu erwähnen ist, dass in London die öffentlichen Museen kostenlos sind und sich deshalb ein Besuch lohnt! Wir haben uns also kurz kulturell gebildet und Dinos, einen Wal in Lebensgröße und britische Artefakte und Skulpturen betrachten – WOW! Anschließend ging es weiter zum Tageshöhepunkt, dem London Eye. Aufgrund meiner guten Vorbereitung ging es für nur ein paar Euro mehr mit einem Guide an der Schlang vorbei in die Kapsel – Kann nur jedem Empfehlen diese Tour zu buchen, die täglich 15:30 Uhr stattfindet – An Spitzentagen beträgt die Wartezeit sonst ohne Fast-Entry-Ticket 2 Stunden. Außerdem konnten wir so bei einem atemberaubenden und sogar wolkenfreien Blick die Skyline von London betrachten und haben noch wertvolle Informationen über die Geschichte von London und seinen Gebäuden bekommen. Atemberaubend. Wenn man in London ist, muss man auch traditionell Fish & Chips probieren – was sich am Ende als Pommes mit Fisch herausgestellt hat – Keine Ahnung was die Engländer daran so begeistert. Anschließend ging es noch fix in den riesigen Hyde Park, wo sich Sonntags in der Corner immer die Speaker treffen und mit den Massen über alle möglichen Weltthemen zu diskutieren. Jeder kann teilnehmen – nur die Royal Family ist als Thema Tabu. FunFact #3 Alle Jogger in London laufen mit Rucksäcken! Bei der Abenddämmerung habe ich mir noch einen eigenen Wunsch erfüllt und die fast echte T.A.R.D.I.S (Doctor Who Serie) am Earls Court in London besucht. Leider hat mich der Doktor nicht reingelassen.

Tag 2: FunFact #4 Überall sind Deutsche

Am zweiten Tag sollte es mit dem Sightseeing weiter gehen, wofür wir uns bereits den London Pass besorgt hatten. Die Vorteile sind keine Warteschlangen und ein Rabatt aber einer gewissen Anzahl von Sehenswürdigkeiten. Unsere erste Station war der Tower of London. Hier, wie auch im Rest von London, waren an jeder Ecke Deutsche Touristen – Lag wohl an den Pfingsferien. Der Höhepunkt im Tower war die Besichtigung der Kronjuwelen, welche sehr beeindruckend sind. Auch die nahgelegende Tower Bridge haben wir besichtigt und konnten einiges über deren Geschichte erfahren. Danach ging es weiter zum Shakespare Globe Theater. FunFact #5 Es gibt sogar Ampeln für Pferde! Im Theater selbst haben wir an einer Besichtigungstour teilgenommen und hatten Glück: Es fand gerade die letzte Probe für die am nächsten Tag stattfindende Premiere „Die letzten Tage von Troja“ statt. Zwar konnten wir deshalb nicht selbst auf die Bühne, aber von der Tribüne aus konnten wir selbst die Atmosphäre spüren, wie Sie durch den Meister angedacht war. Wer seinen Besuch gut plant, kann auch für nur 5 Pfund ein Ticket erwerben und ein Shakespare-Stück im Stehen direkt vor der Bühne genießen. Das eigene Bier und Essen kann auch mitgebracht werden. Mit dem Doppeldecker-Bus ging es dann weiter zum nächsten Highligt. Es ging an einen historischen Platz: Churchills Warrooms. In diesem Bunker hatte Winston Churchill die Geschicke während des zweiten Weltkrieges und der Bomberangriffe der Deutschen geleitet. Kann ich nur empfehlen. Zum Abschluss des Tages sind wir noch mit dem Boot über die Themse gefahren und haben weitere interessante Fakten über London erfahren. Lustigerweise setzte genau bei dieser Bootsfahrt der einzige Regenschauer während unserer Reise ein – trotzdem toll und in einem Starbucks am Tower fanden wir auch schnell Zuflucht. Überraschenderweise konnten wir sogar die Kanonen für die am nächsten Tag angesetzten Salutschüsse sehen, welche am Fenster vorbeigefahren sind. Das Land ehrte den Geburtstag des Königs.

Tag 3: Goodbye London

Am letzten Tag unserer Reise packten wir unsere Sachen im Hostel zusammen – wirklich sehr zu empfehlen für diesen Preis – und machten uns erneut auf den Weg, die letzten Stunden sinnvoll zu nutzen. Wir begannen mit einem typischen englischen Frühstück mit Schinken, Ei und Bohnen. Lecker! Anschließend ging es ein letztes Mal mit der U-Bahn zur Horse Parade – dem Wachwechsel der Reiterstaffel. Da hier weniger Menschen waren, konnten wir doch noch Zeuge dieser täglichen Prozedur werden. Den Tageshöhepunkt bildete dann der Besuch des M&M Museums in London – lustige Bilder, viele Figuren und unendlich viele M&Ms. Da wir noch genügend Zeit hatten ging, es zu einer letzten Attraktion auf unserer Reise – der National Art Gallery. Hier konnten wir neben vielen schönen Gemälden auch die berühmten Sonnenblumen von Vincent van Gogh sehen – Ui! Zum Abschluss der Reise konnte ich dann auch noch einen Geocache in London heben und zwar genau an einem deutschen Restaurant. Hurra. Am Ende ging es mit dem Flieger zurück nach Leipzig, wo uns eine extreme Hitzewand entgegen gekommen ist – wie habt ihr das hier nur ausgehalten?

Mein Fazit: Ich könnte noch viel mehr erzählen. Packt eure Tasche und fliegt so schnell wie möglich in diese atemberaubende Stadt! Für Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung.